Apfelgarten Dresden Strehlen

Apfelgarten Dresden Strehlen

Mittwoch, 12. Juli 2017

Nachbericht Seitentriebe Workshop: Lebensraum f├╝r N├╝tzlinge

Dass ein unaufger├Ąumter Garten auch was Gutes hat, zeigte sich im N├╝tzlings-Workshop der Seitentriebe, der am 25.6.17 im Apfelgarten-Strehlen stattfand. Aber Unordnung sollte durchdacht sein, jedenfalls wenn man N├╝tzlingen den richtigen Lebensraum bieten m├Âchte.


Der Referent Volker Croy startete mit einer theoretischen Einf├╝hrung. Er z├Ąhlte eine Vielzahl an N├╝tzlingen auf, die den zehn Teilnehmer und G├Ąrtnern des Apfelgartens teilweise noch unbekannt waren. Er entlarvte auch einiges an Alltagswissen als falsch, z.B. dass beim Umgraben die Bodenstruktur zerst├Ârt wird, der Boden sich verfestigt und N├Ąhrstoffe verloren gehen. Volkers 15-seitiges Handout enth├Ąlt schon jetzt zahlreiche Informationen zur F├Ârderung von N├╝tzlingen im Garten und dem Verf├╝gungstellung von Bauten f├╝r diese. Es wurde von ihm extra f├╝r den Workshop erstellt, und wird aktuell noch weiterentwickelt.


Im zweiten Teil f├╝hrte Volker durch den Apfelgarten. Er zeigte und erkl├Ąrte verschiedene umgesetzte Ma├čnahmen. Dabei wurde deutlich, dass der Garten nur durch seine Bewirtschaftung schon sehr N├╝tzlings-freundlich sein kann, wenn er nicht zu aufger├Ąumt ist. In Stein- und Plattenlagern siedeln sich Eidechsen an. Laubhaufen, Totholzstapel, Kompost, Hochbeete und Kr├Ąuterspiralen mit Trockenmauern bieten ebenso ein Zuhause f├╝r viele Kleintiere. Dar├╝ber hinaus erkl├Ąrte Volker, dass auch Baumaterial (Holzfasern, Lehm, lange Halme) f├╝r Nester sowie Tr├Ąnken f├╝r V├Âgel und Insekten vorhanden sein sollte. Die richtige M├Ąhtechnik ist ein weiterer Punkt bei dem h├Ąufig Fehler gemacht und Insekten vernichten werden. Rotorm├Ąher saugen Larven von Schmetterlingen und anderen N├╝tzlingen aus dem Bestand und sollten daher nicht auf belebten Blumenwiesen eingesetzt werden. Diese werden dann zur Todesfalle.


Im Anschluss konnten die Teilnehmer dann selbst Hand angelegen. Sie bauten aus unbehandeltem einen Florfliegenkasten. Dieser wurde mit Heu gef├╝llt und rot angemalt, damit sich die Florfliegen schneller ansiedeln. Warum rot attraktiv ist, wusste unser Referent nicht, aber vielleicht habe Insekten auch Lieblingsfarben und „wohnen gern in roten H├Ąusern“.


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